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  Existenzgrundlage sind Mitglieder und Beiträge

 

2011 wird die Entscheidung fallen

 

 

Kreis Herford, 01.06.2010. Auf der Bundesversammlung am 09.05.2010 in Freudenstadt/Baden-Württemberg sollte der fünfköpfige Arbeitskreis „Neue BDRG - Strukturen“ seine abstimmungsfähige Beschlussvorlage „Zukunftsfinanzierung“ vorlegen, was aus vielerlei Gründen aber nicht möglich war, weil noch zu viele Sachfragen geklärt bzw. abgesichert werden müssen. Bis Ende Juli 2010 werden alternative Konzepte vorliegen, die dann in den Landesverbänden diskutiert und auf der nächsten Bundesversammlung 2011 beschlossen werden sollen. Es wird wohl auf drei Vorschläge:

 

- einen reinen Mitgliedsbeitrag,

- eine ausschließliche Ringgeldfinanzierung

- oder eine Mischkalkulation

 

hinauslaufen. Die ausschließliche Ringgeldfinanzierung erscheint angesichts möglicher „Seuchenverordnungen“ und der ständig abnehmenden Züchterzahlen die schlechtest unkalkulierbare Variante der Zukunftssicherung zu sein, auf die im Ernstfall nicht schnell genug mit anderen Regelungen reagiert werden kann. Alles  - wie bisher - bei der Ringgeldfinanzierung zu belassen, könnte zu steigenden „Phantommitgliederzahlen“ führen, was unbedingt vermieden werden muß. Es läuft wahrscheinlich auf eine Mischkalkulation hinaus. Lassen wir uns einfach überraschen! 

 

Präsident Wilhelm Riebniger musste in Sachen wissenschaftlicher Geflügelhof (WGH), dem international höchste wissenschaftliche Anerkennung gezollt wird und der unser aller Aushängeschild ist, verhaltene aber unmissverständliche Worte der Missbilligung über die mangelnde Loyalität finden. Der mehrheitlich gefasste Beschluss, mit jährlich einem Euro pro Mitglied den WGH abzusichern, wird von einigen „Züchterfunktionären“ mit negativen Ansichten und Gerüchten, die strafrechtliche Tatbestände erfüllen, nach „Heckenschützenmanier“ angegangen. Auch vor anonymen Drohungen machen einige nicht halt, die sich demokratisch getroffenen Entscheidungen nicht unterwerfen können.

 

Dem normalen Mitglied und Züchter kräuseln sich die Nackenhaare, wenn er über solche Vorgänge Kenntnis erhält. Die bisher von den Landesverbänden an den BDRG gemeldeten Mitgliederzahlen, die innerhalb von zwei Jahren unerklärlich um 16,8 % = 34.000 Mitglieder (ohne Berücksichtigung der Fachverbände VHGW, VZV, VDT, VZI, Zuchtbuch und VDRP, die ca. 49.000 Mitglieder führen mit sicherlich vielen Doppelmitgliedschaften) zurückgegangen sind. (Im Vergleich: KV – Herford - 2,6 %, die KVs im LV-Westfalen-Lippe mit insgesamt - 3,5 %) Ist hier nicht der Zusammenhang mit dem 1,00 Eurobeitrag für den WGH offensichtlich? Es ist wohl offen die Frage gestattet, ob Landesverbände „getürkte Mitgliederzahlen“ zum Bund gemeldet haben, um entsprechend dieser Mitgliederzahlen mehr Stimmrechte im BDRG, mehr BDRG – Ehrungen und Bundesehrenmeister zu erhalten! Dass mit der Einführung des WGH - Mitgliedsbeitrages einigen Funktionären der kalte Angstschweiß vor der Stirn stand, ist in Anbetracht der finanziellen Mehrbelastungen verständlich. Die „Phantommitglieder“ dürften zwischenzeitig aber weitestgehend abgebaut sein und die Mitgliedsbeiträge der tatsächlichen Mitgliederstärke entsprechen. Jetzt noch zu grollen und etwaige „Rachegelüste“ zu hegen ist der Sache nicht dienlich und zu verurteilen.

Es sei einigen Funktionären und Züchtern ans Herz gelegt: Schaut nicht nur in euere Anlagen, sondern über den „Tellerrand“ hinaus. Dort sind Kreis-, Landesverbände und ein Bundesverband. Sie brauchen unsere Loyalität und vertrauensvolle Zusammenarbeit. Wer das nicht erkennt und beherzigt, der muß sich die Frage stellen, ob er nicht besser dieser Gemeinschaft ade sagt, meint der Internetreporter.   

   Text: es; Fotomontage: md

 

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E-Mail: erhard.struckmeier@rgzvereine-kv-herford.de

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