Kreis Herford.
Als wichtiges Bindeglied der Rassegeflügelzucht zur Bevölkerung sind die
alljährlichen Vereinsschauen in den einzelnen Orten anzusehen. Allen
Verantwortlichen ist es bewusst, dass diese, wenn möglich, unbedingt zu
erhalten sind, doch es wird für die Vereine immer schwieriger hier Flagge zu
zeigen.

(v.l.)
Hier zeigen Heinz
(1. Vors. RGZV Oetinghausen)
und sein Zwillingsbruder Horst
Westheider noch stolz ihr Jubiläumsschild auf der Gemeinschaftsausstellung
mit dem KTZV Eilshausen. Zukünftig stellen die beiden allseits beliebten
70-jährigen Taubenzüchter im Kreisgebiet bei ihren Mitgliedsvereinen Fauna
Herford, RTZV Ravensberg und den regionalen und überregionalen Schauen
aus.
So werden 2010 mit den Vereinen Pödinghausen
(hatte schon zwei Jahre ausgesetzt),
Kirchlengern-Ellerbusch und Oetinghausen
(hatte 2009 die letzte Gemeinschaftsschau mit
dem KTZV
Eilshausen)
zukünftig gleich drei Vereine keine Vereinschau
mehr durchführen. Damit erhöht sich die Zahl der Vereine, die keine eigene
Schau mehr gestalten können, auf insgesamt 10 von 30 Vereinen..
Bei der Befragung der betroffenen Vereine
stoßen wir immer wieder auf die gleiche Begründung: „Sinkende
Mitgliederzahlen, Überalterung der aktiven Mitarbeiter und der natürliche
Abgang von Züchtern“. Es rückt auch keine nennenswerte Anzahl von
Jungzüchtern nach, die den Züchterbestand erhalten könnten.
(s. hierzu auch
unter „Wir über uns“ die
Kreismitgliederstatistik) Es ist
ein
grundsätzliches Problem, welchem auch nicht durch verstärkte Jugendarbeit
begegnet werden kann, wie die Wechselzahlen der Jungzüchter in die
Seniorenabteilung beweisen.
Insgesamt ist der Kreisverband Herford bei
seiner Mitgliederzahl 2010 nur durch die Tatsache der erhöhten
Doppelmitgliedschaften und Partner- und Familiemitgliederaufnahmen mit dem
„Blauen Auge“ davon gekommen. Wohlgemerkt, nur kurzfristig, da die
Möglichkeiten dieser Mitgliedervermehrung fast ausgereizt sind und
zukünftige höhere Abgänge nach sich ziehen werden. Das Problem natürliche
Züchterabgänge durch kreiseigene Neuzüchter zu ersetzen, ist damit nicht
einmal ansatzweise angegangen. Auch das „Fischen in anderen Regionen“ ist
eine Selbsttäuschung und löst keine Probleme vor Ort. Um diesen Teufelskreis
zu durchbrechen liegt kein Patentrezept vor, und warme Worte der
Verbandsoberen helfen hier auch nicht weiter. Wir alle müssen uns aus
heutiger Sicht damit abfinden, dass die Zeiten für die Rassegeflügelzucht
und das Ausstellungswesen nicht besser werden. Zur Zeit ist nur die
Einigkeit und das harmonische Miteinander der Vereine untereinander die
Voraussetzung dafür, dass es noch einige schöne Jahre in der Züchterwelt
geben wird, meint der Internetreporter.
Text
und Fotos:
es
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erhard.struckmeier@rgzvereine-kv-herford.de
oder
webmaster@rgzvereine-kv-herford.de
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