|
Kreistierbesprechung des
KV Herford
Herford,
01.03.10.
Am 01.03.2010, um 19.00 Uhr trafen sich die
Zuchtwarte, Preisrichter und viele interessierte Züchter des Kreisverbandes
Herford, zu einer von den Kreiszuchtwarten Frank Sewing, Heinz Stork und
Erich Kowert organisierten Tierbesprechung. Die Züchterstuben in Herford
waren mit 30 Besuchern nicht ganz gefüllt. Der Veranstaltungsort ist für
derartige Veranstaltungen sehr geeignet und wird von den Züchtern immer noch
gerne angenommen.
Erich
Kowert begrüßte die erschienenen
Versammlungsteilnehmer und Ehrengäste. Er gab die Tagesordnungspunkte
bekannt und moderierte durch den Versammlungsabend.
Der
Kreiszuchtwart für Hühner, Zwerghühner und Wassergeflügel, Frank Sewing,
stellte an Hand von Bildern das Amrocks Huhn vor. Diese weit verbreitete,
beliebte Hühnerrasse aus Amerika, wird sehr oft auch als Nutzhuhn gehalten,
da ihre Legeleistung für die Vermarktung spricht. Es ist ein volumenreiches
Huhn und wird nur in einem Farbenschlag gezüchtet.

Frank Sewing und Heinz Stork die beiden
Zuchtwarte. Anmerkung: Herr Stork hat nicht geschlafen, er hat sich nur mit
geschlossenen Augen konzentriert.
Ferner
sprach der Zuchtwart über die so genannte „Heiße Phase“ der beginnenden
Aufzucht. Es geht darum sich so wenige Krankheiten wie möglich, durch
falsche Fütterung und Haltung einzuhandeln. Das handelsübliche
Aufzuchtfutter ist immer noch verbesserungsfähig, wie man dieses machen
kann, verriet er den aufmerksam zuhörenden Züchtern ebenso, wie das
natürliche Heil- und Pflegewirkstoffe eingesetzt werden können. Auf
bestimmte Schutzimpfungen darf kein verantwortungsbewusster Züchter
verzichten. Eine ständige Beobachtung des Kotes gibt Aufschluss über den
Gesundheitszustand der Tiere. Unter den Zuhörern saßen viele erfahrene
Züchter, die natürlich ihre Erfahrungen und Meinungen selbstbewusst der
Versammlung vorbrachten.
Heinz
Stork der Zuchtwart für Tauben,
stellte wie immer wortgewandt und gestenreich die Show Racer Taube vor.
Diese in den USA aus Brieftauben erzüchtete Rasse, hat in der Kopfform
seinen markantesten Punkt. Ferner sprach er über die blau weißgeschuppte
Luchstaube, Chinesentaube, Modenesertaube, englische Kröpfer und
Lockentaube. Die Form des Brustbeines gibt im wesentlichen jeder Rasse seine
eigene Form. Der Referent wollte damit auch die unterschiedlichen Konturen
und Strukturen im Körperbau den Zuhörern demonstrieren. Über allgemeine
Probleme der Taubenzucht wurde natürlich auch mit ihm diskutiert. Ferner
äußerte er sich recht negativ über seine Kollegen - die Sonderrichter - im
Fall der Luchstauben hat der betreffende PR bei mehreren Tauben, unter
anderem, bei der Schuppenbewertung seiner Meinung nach total versagt. Für
solche Bewertungen braucht man keinen SR der eine Anfahrt von 500- bis 600
km hat, war seine fast wörtliche Aussage. Ich bin sicher diese Kritik wird
im Sonderverein der Luchstauben diskutiert werden.

Bärbel Schöneberg, Hermann Huß und Klaus
Reichel im Vordergrund.
Erich
Kowert referierte und diskutierte
mit den Versammlungsteilnehmern, zum Thema die Preisrichter auf der
Kreisverbandsschau. Seine Frage an
die Versammlung war: "Sollen wir
weiterhin unsere qualitativ hochwertigen, gut ausgebildeten Preisrichter auf
der Kreisschau nicht mehr einsetzen, nur weil sie von einigen Züchtern
kritisiert werden und sie ihre Tiere nicht mehr dort ausstellen?" Kompetenz
und Fachwissen wurde keinem der Preisrichter abgesprochen, trotzdem hatten
wohl manche Züchter das Gefühl, ihre Tiere wurden in der Vergangenheit
falsch bewertet. Peter Bull sagte wörtlich dazu: "die falsche Bewertung darf
man nicht mit dem Krückstock fühlen können." Die Mentalität des
Erbsenzählens, unter manchen PR sollte aufhören, wurde zum Thema der
Bewertungen von einem Zuhörer geäußert. Friedhelm Wehmeier sagte: "die Tiere
eines Spitzenzüchters setzen sich immer durch." Diese Aussage ist sicher
richtig. Aber kann es nicht auch so sein, dass der Preisrichter genau weiß,
wem die Tiere gehören und dessen Tiere danach bewertet, und andere abstuft,
weil er glaubt auf diese Weise keinen Fehler zu machen? Ferner sagte Ewald
Steuve zu diesem Thema: "Die Preisrichter sollen das Tier bewerten und
nicht den Züchter." Friedrich-Wilhelm Schöneberg meinte, dass die
Preisrichter Haltung bewahren sollen. Schriftliche Kritik und die Note auf
der Bewertungskarte muss passen, wurde von einem anderem Zuhörer geäußert.
Martin Siekmann meinte dazu: "Unsere Preisrichter aus dem Kreisgebiet werden
ohne Beanstandungen, gerne in anderen Kreisverbänden, Landesverbänden und
auch auf Bundesebene eingesetzt. Auch hat jeder PR praktisch nur 3 Minuten
Zeit um ein Tier zu bewerten, dieses ist ein sehr kurzer Zeitraum. Die
Vorlieben eines jeden Preisrichters für bestimmte Rassemerkmale sollte
toleriert werden." Uwe Sieker der auch dem Kreis Minden angehört,
berichtete, dass dort generell keine Preisrichter aus dem eigenen KV
eingesetzt werden. Ein Jungzüchter beklagte die kaum lesbare Schrift auf den
Bewertungskarten. Ein anderer Jungzüchter sprach sich für die heimischen PR
aus, weil man diese kennt und über alle Probleme der Zucht und Bewertung mit
ihnen sprechen kann.
Schlusswort von Erich Kowert: „Wir werden weiter unsere eigenen Preisrichter
auf der Kreisverbandsschau einsetzen“.
Zum
Schluss der Veranstaltung wurde noch heftige Kritik an den Internetreportern
wegen ihrer reellen und daher teilweise auch kritischen Berichten geäußert.
Anmerkung des Organisationsleiters und
Webmasters des Internetteams:
Die Internetreporter stellen in ihren Berichten
Themen dar, die zum einen nichts "dramatisieren" und somit schlechter machen
als sie in der Sache sind. Auf der anderen Seite wird aber auch nichts "verschönigt",
wodurch eine verfälschte Berichterstattung der Öffentlichkeit präsentieren
würde. Diese Einstellung wurde auch durch der Kreisverbandsvorsitzende
Martin Siekmann unterstützt, der das Internetteam in Schutz nahm und die
Arbeit des Teams als "richtig und wichtig" bewertete. Darüber hinaus stehen
alle Reporter und auch der Webmaster jederzeit per E-Mail oder auch
telefonisch zur Verfügung, um über das Beschriebene zu sprechen. Es ist aber
ein Irrglaube, wenn wir uns neuerdings einer Zensur unterzogen fühlen
müssten, die unsere Pressefreiheit in Frage stellt. Insofern es sich um
korrekte Aussagen handelt, die niemanden beleidigen kann man nur von einer
fein beobachteten und für den Leser informativen Berichterstattung sprechen.
Außerdem stehen wir durch unsere Arbeit voll für unser Hobby
Rassegeflügelzucht ein. Es soll also durch solche Diskussionen nicht der
Eindruck entstehen, wir würden als "Feind" dem Hobby gegenüberstehen. Wir
berichten als "Freunde" und Freunde sollten doch auch in der Lage sein sich
gegenseitig auch unbequeme Wahrheiten zu sagen, um dann gemeinsam an einer
Verbesserung zu arbeiten. Eine weitere Frage stellt sich über den Zeitpunkt
der Diskussion: Warum werden solche Themen nicht auf der JHV angesprochen,
wo auch ein Bericht durch die Leitung der Homepage abgegeben und zur
Diskussion gestellt wurde?
Marco Darnauer
Webmaster
rgzvereine-kv-herford.de
In
diesem Bericht sind auch kritische Dinge beschrieben, diese sind aber nicht
von mir sondern von den Versammlungsteilnehmern angesprochen worden. "Oder
darf ich, nach Meinung einiger Kreisverbandsmitglieder, diese Aussagen nicht
mehr verbreiten?", fragt der Internetreporter des KV Herford Internetteams.
Text und Fotos:
heb
Fragen oder
Kommentare zum Bericht? Kein Problem!
E-Mail:
helmut.bialluch@rgzvereine-kv-herford.de
oder
webmaster@rgzvereine-kv-herford.de
[Druckversion] |
|

Heinz Stork während seines Vortrages.

Aufmerksame Zuhörer.

Marco Erdbrügger aus Rödinghausen ein
Jungzüchter verblüffte manchen erfahrenen Züchter mit seinen klar
formulierten Aussagen.

Peter Hellmann nahm sich die Zeit, um seinen
Hunger zu stillen.

Erich Kowert, Ewald Steuve und Gisbert Korn
(von l.n.r.)

Uwe
Sieker freut sich wohl über die lebhaften Diskusionen.

Reinhold Busse war ein wenig verstimmt. |