1905
Am 17.03.1905 wurde beim Gastwirt Möller in Stift Quernheim der
Geflügelzuchtverein durch vier Bürger aus Stift Quernheim gegründet. Die
Gründungsväter waren W. Blase, H. Tödtmann, K. Rullkötter und der Gastwirt
Möller. Als erstes Mitglied wurde einige Tage später C. Bohlmeier aufgenommen.
1906
Die Zahl der Mitglieder stieg in den Jahren 1906 auf 12, 1907 auf
16 und 1910 konnte der Verein bereits 24 Mitglieder verbuchen.
1914
Der erste Weltkrieg (1914 – 1918) unterbrach erstmals die
Vereinsarbeit.
1919
Am 26.11.1919 wurde die erste Generalversammlung nach Kriegsende
einberufen und beschlossen die Versammlungen monatlich abzuhalten.
1920
1920 wurde der Verein in RGZV Stift Quernheim –
Klosterbauerschaft umbenannt, da ein großer Anteil der Mitglieder aus
Klosterbauerschaft kam.
In den Nachkriegsjahren wurde laut den vorliegenden
Aufzeichnungen nur eine Ausstellung abgehalten.
1923
1923 wurde, in der Jahreshauptversammlung, W. Kranz zum
1.Vorsitzenden gewählt.
1930
In den darauf folgenden Jahren ging es mit der Vereinsarbeit
weiter bergauf und so wurde 1930 das 25 jährige Bestehen gefeiert. Der Bierpreis
beim Vereinswirt betrug damals 27Pf. Im gleichen Jahr wurde der Verein umbenannt
in „Geflügelzucht- Obst- und Gartenbauverein“.
1931
Bis zum zweiten Weltkrieg
gibt es kaum noch etwas zu berichten, da wenig Vereinsarbeit stattfand.
1949
Die erste Versammlung nach Kriegsende wurde am 29.01.1949 beim
Gastwirt Oberbrakensiek in Klosterbauerschaft abgehalten. Der Name der sich
zwischen zeitlich in RGZV Stift Quernheim und Umgebung geändert hatte wurde in
RGZV Klosterbauerschaft und Umgegend umbenannt. Nach der langen Ruhephase
erschienen zwölf ehemalige Züchter um dem Verein neues Leben einzuhauchen. Zum
1.Vorsitzenden wurde Wilhelm Brosend gewählt. In den folgenden Monaten konnte
der Verein zahlreiche Neuzugänge begrüßen.
Die erste Monatsversammlung wurde am 05.03.1949 abgehalten.
Einige Punkte aus dieser Versammlung waren:
-
Ringbestellungen: es wurden 400 Ringe bestellt
-
Jeden ersten Samstag im Monat soll die Versammlung
um 20.30 Uhr stattfinden
-
Ausstellung mit Hahnenball und Verlosung: Preis pro
Los 30Pfennig
-
Es soll ein Zelt geliehen werden
-
Vom Verein Hagedorn werden Käfige geliehen
1950
Das erste Sommerfest wurde am 09.07.1950 im Garten vom
Vereinswirt Oberbrakensiek durchgeführt, wofür ein 300m² großes Zelt geliehen
wurde.
1951
1951 wurde Wilhelm Schwengel zum 1.Vorsitzenden gewählt. Von nun
an ging es dem Verein von Jahr zu Jahr wirtschaftlich besser so dass unter
anderem eigene Käfige angeschafft wurden.
1952
1952 wurde die Jugendgruppe gegründet dessen Willi Hunecke als
Jugendobmann vorstand und als erstes Mitglied Heinz Rösch aufgenommen wurde.
1953
Ab 1953 wurde jedes Jahr im Wechsel ein Sommerfest oder eine
Maifeier im Zelt durchgeführt.
1955
1955 wurde das 50jährige Jubiläum beim Gastwirt Reimann in Stift
Quernheim gefeiert. Diese wurde mit befreundeten Vereinen und musikalischer
Unterstützung der Oberbauerschafter Dorfkapelle ausgiebig gefeiert.
1958
1958 wurde das traditionelle Sommerfest sogar mit großem
Feuerwerk und Preisschießen begangen.
1959
Am 11.07.1959 wurde der Beschluss gefasst ein Ausstellungszelt zu
kaufen. Für den Kauf bürgten der Vorstand und etliche Mitglieder. Nach dem
Erwerb des Zeltes wurde dieses zu zahlreichen Festen verliehen und aufgebaut um
dadurch die Kasse wieder zu füllen.
1960
1960 errangen die Züchter Wilhelm Schwengel und Ernst
Ober-Entgelmeier als erste im Verein die sehr begehrten „Blauen Bänder“ in
Hannover.
1961
1961 hatte der Verein einschließlich Jugendgruppe 61 Mitglieder.
1965
1965 wurde das 60jährige Vereinsjubiläum im Saal vom Vereinswirt
Oberbrakensiek gefeiert.
1973
1973 fand zur Freude von Jung und Alt das erste Ostereiersuchen
statt, welches seitdem als Tradition im Verein gepflegt wird.
In diesem Jahr wurde Wilhelm Schwengel nach 21-jähriger Tätigkeit
als 1.Vorsitzender zum Ehrenvorsitzenden ernannt und Kurt Blöbaum übernahm die
Geschicke des Vereins als 1.Vorsitzender.
1975
1975 wurde angeschlossen an die Ortsschau auch die
Hauptsonderschau des SV der Hessenkröpfer abgehalten. Im gleichen Jahr wurden
Vereinsnadeln angeschafft und an die Mitglieder für 8.- DM ausgegeben.
1979
In 1979 wurde mit großem Erfolg zum ersten Mal ein
Hähnewettkrähen in der Garage der Bäckerei Kahre abgehalten. In der
Jahreshauptversammlung wurde beschlossen dass der Vorstand nur alle 2 Jahre
gewählt wird und dass in den Sommermonaten Juli und August keine
Monatsversammlungen stattfinden.
1980
Am 17.Mai 1980 wurde das 75jährige Bestehen im Saal des
Vereinswirtes Oberbrakensiek gefeiert. Im Ausstellungszelt wurde der Bevölkerung
eine breite Palette der Geflügelzucht zur Schau gestellt.
Am 13. und 14. September 1980 fand die Jubiläumsschau mit
angeschlossener Gemeindepokalschau statt.
1981
Im diesem Jahr wurde in der Gaststätte Rüdiger Michel ein
gemütlicher Abend (Kappenfest) veranstaltet.
1983
1983 wurde eine Halle von A. Junker angemietet und als
Vereinsheim und Ausstellungshalle umgebaut. Versammlungen, Ausstellungen,
Hähnewettkrähen und diverse Vereinsfeiern wurden nun hier abgehalten.
1984
Ab 1984 wurde die Ausstellungshalle auch vom Brieftaubenverein
als Einsetzstelle für ihre Tauben genutzt.
Aus Platzgründen in der Ausstellungshalle wurde die Ortsschau
geteilt. Erst wurden große Hühner und Zwerg Hühner ausgestellt und vier Wochen
später folgten die Tauben. Bei beiden Ausstellungen war der Eintritt frei und es
wurde auch ein Preisknobeln durchgeführt. Zum Ende des Jahres wurde die erste
Weihnachtsfeier in der Halle abgehalten.
1985
In diesem Jahr wurde ein Beschluss gefasst der auch noch heute
Gültigkeit hat, und zwar das Züchter die erstmalig auf einer Ortsschau die Note
„V“ errangen ein dreißig Liter Fass Bier ausgeben müssen.
1988
Ende 1988 wurde beschlossen die Ausstellungshalle nach sieben
Jahren aufzugeben und zu räumen.
1989
Am 16. Januar 1989 wurde die Gaststätte Rüdiger Michel zum
Vereinslokal, was noch immer Bestand hat. Als neuen Ausstellungsort stellt die
Gemeinde seitdem die Turnhalle der Albert Schweizer Schule in Klosterbauerschaft
zur Verfügung.
Nach 16 Dienstjahren als 1.Vorsitzender gibt Kurt Blöbaum seine
Tätigkeit an Paul Hoffmann ab.
1991
Erstmals wird am Anfang des Jahres 1991 eine Winterwanderung mit
anschließendem Grünkohlessen veranstaltet. Dieses Ereignis ist seit dem fester
Bestandteil des Vereinskalenders.
1992
1992 wurden Ernst Bredenkamp und Paul Schäpsmeier zu
Ehrenmitgliedern ernannt. Beide Mitglieder sind leider schon verstorben.
Erstmals wurde auf der Ortsschau 1992 Wassergeflügel ausgestellt.
1993
In diesem Jahr bewiesen erstmalig Jung- und Altzüchter das sie
neben der Geflügelzucht auch Fußballerqualitäten haben. Sie nahmen erfolgreich
an einem Turnier des BV Stift Quernheim teil. Am nächsten Tag stellte sich
heraus welches Hobby körperlich einfacher ist.
1996
Protokollnotiz vom 23. Februar 1996:
„Bei der letzten Ortsschau gab es erstmalig auf jede
Eintrittskarte eine leckere Hühnersuppe, für die die Züchterfrauen wohl ein
Patent haben müssen. Eine solche Suppe gibt es sonst nirgendwo. Selbst der
Bürgermeister war davon angetan.“
Auf der Nationalen in Nürnberg (es war die größte Schau der Welt
mit 70.000 Tieren) wurde Bernd Schrewe als erster im Verein zum „Deutscher
Meister“ gekürt.
1997
In diesem Jahr ergab es sich durch die 850 Jahr Feier von Stift
Quernheim die Rassegeflügelzucht der Öffentlichkeit in einem besondern Rahmen
darzustellen.
Im überdachten Fahrradkeller der Grundschule Stift Quernheim
wurde eine bäuerliche Diele mit einer großen Arten- und Farbvielfalt der
gezüchteten Tiere ausgestellt.
Im Außengelände war ein Wasserfall nebst Bachlauf und Teich die
Umrahmung des Wasser- und Ziergeflügels. Auch an das leibliche Wohl wurde mit
allerhand Leckerem aus der Geflügelzucht gedacht. Letztlich war es auch dem RGZV
zu Verdanken das die Feierlichkeiten zu einem großen Erfolg wurden.
2000
2000 wurde eine vereinseigene Brutmaschine (Schaubrüter)
angeschafft. Diese soll zu Schauen und anderen Festlichkeiten zum Einsatz kommen
und auch ausgeliehen werden.
2002
Im Jahre 2002 wurde erstmals seid langer Zeit wieder eine
vereinseigene Jungtierbesprechung beim Vereinsmitglied Reinhard Schäpsmeier
abgehalten. Als Preisrichter konnte Frank Sewing verpflichtet werden.
Anschließend wurde in froher Runde noch gegrillt.
Auch in diesem Jahr wurde ein Ausflug zum Freilichtmuseum in
Detmold veranstaltet. Unterwegs wurde ein reichhaltiges Frühstück unter freiem
Himmel abgehalten.
2003
Im Jahr 2003 mussten wir uns leider von zwei aktiven
Zuchtfreunden verabschieden. Die Mitglieder Paul Schäpsmeier (81 Jahre) und
Kurt Blöbaum (67 Jahre) gingen von uns.
2004
In diesem Jahr präsentierte sich der Verein beim großen Umzug
anlässlich des 90.jährigen Bestehens der Feuerwehr Stift Quernheim –
Klosterbauerschaft. Mit einem liebevoll geschmückten Trecker samt Anhänger
gingen eine Vielzahl von Mitgliedern auf die Reise durch die Gemeinde.
2005
Dieses Jahr stand ganz unter dem Einfluss des 100-jährigen
Bestehens des Vereins. Bereits ein Jahr vor der eigentlichen Veranstaltung wurde
ein Festausschuss mit allen organisatorischen Aufgaben betreut und machte seine
Aufgabe sichtlich gut.
Am 11.06.05 wurde im Saal der Gaststätte Wiehentherme eine große
Feier mit 150 geladenen Gästen aus Politik und Wirtschaft sowie befreundeter
Vereine veranstaltet. Neben zahlreichen Gratulanten wurden auch sehr viele
langjährige Mitglieder zu diesem Anlass mit Nadel des Landes- und des
Bundesverbandes geehrt.
Auch die Jubiläumsschau am 29.und 30. Oktober war ein Highlight
der Vereinsgeschichte.
Es wurden unter anderem eine Freiflugvoliere und der Schaubrüter
aufgebaut und die zahlreichen begeisterten Gäste verweilten gerne bei einer
solchen Vielfalt.
2006
Im Jahr 2006 wurde Paul Hoffmann, nach 17-jähriger Tätigkeit als
1.Vorsitzender, von Heiko Weßler abgelöst. Lothar Bredenkamp übergab Nicole
Eimertenbrink die Tätigkeit als 2. Vorsitzender. Dirk Hofmeister wurde als
2.Kassierer in den Vorstand berufen.
Paul Hoffmann wurde zum Ehrenvorsitzenden und Lothar Bredenkamp
zum Ehrenvorstandsmitglied, beide mit Sitz und Stimme im Vorstand, geehrt.